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Abbrucharbeiten ~ Sondermüll

März 13, 2013

Abbrucharbeiten und Entkernung

– Wissenswertes über Abbruch- und Entkernungsarbeiten –

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Völlig gleich ob ein altehrwürdiges Gebäude von Grund auf saniert werden soll oder nur ein alter Schornstein seine Daseinsberechtigung verloren hat, Abbruch- und Entkernungsarbeiten gehören vielfach zu den erforderlichen Bauleistungen. Mehr noch, Abbruch- und Entkernungsarbeiten sind oftmals eine sehr wichtige Position bei der Kalkulierung von Bauvorhaben. Die gründlichste Kalkulation vor der Ausführung eines Bauvorhabens kann sich allerdings nach Baubeginn als zu niedrig erweisen, vor allem wenn sich erst während einer Baumaßnahme herausstellt, dass eine Schadstoffbelastung bzw. Kontaminierung von Bauwerksteilen oder des umgebenen Erdreich vorliegt.

Bei Abbrucharbeiten und bei jeder Form von Entkernungsarbeiten ist weiterhin der Statik von Gebäuden besonders Rechnung zu tragen. Bevor ein Gebäude bis auf die Grundmauern abgetragen werden kann, muss unbedingt sicher gestellt werden, dass benachbarte Gebäude nicht durch diese Arbeiten in ihrer Standsicherheit gefährdet werden. Im kleineren Rahmen könnte eine Decke oder ein Treppenhaus einstürzen, wenn ein unbedachter Heimwerker eine tragende Innenwand entfernt, ohne die restlichen Bauwerksteile im ausreichendem Maß zu stützen und zu sichern.

Abbrucharbeiten / Entkernungsarbeiten

Tipps für Heimwerker

Abbrucharbeiten sind oftmals unumgänglich, wenn Neues entstehen soll. Ein Heimwerker kann viele Abbruch- und Entkernungsarbeiten in Eigenleistung ausführen, wenn er dabei die erforderliche Umsicht walten lässt. Fehlt es einen unbedarften Heimwerker hingegen an dieser erforderlichen Umsicht gelegentlich, so kann ein kaum wiedergutzumachender Schaden entstehen. Nachfolgend einige beachtenswerte Punkte und Wissenswertes über Abbruch- und Entkernungsarbeiten.

Trennen von Abbruchmaterialien: Bei Abbrucharbeiten in Eigenregie spielen, abgesehen vom erforderlichen Zeitaufwand, die Kosten für die Entsorgung eine große Rolle. Gut beraten ist der Heimwerker, der hier eine Trennung der anfallenden Materialien vornimmt. So sind die Kosten für die Entsorgung von sauber getrennten Mauerwerksabbruch recht gering, da dieses Abbruchmaterial recyclingfähig ist und von darauf spezialisierten Unternehmen geschrettert wird. Nach der erfolgten Zerkleinerung wird dieses Material zum Beispiel für den Unterbau von Pflasterflächen wieder verwendet.

Völlig anders sieht es hingegen beim Abbruch von Kaminen oder Schornsteinen aus. Verrußte oder versottene Schamott- und Mauersteine sind als Sondermüll zu entsorgen, die Kosten für die Entsorgung liegen weitaus höher als bei normalem Mauerwerksabbruch. Erfolgt keine Trennung zwischen den Abbruchsteinen eines Schornsteins und anderen Abbruchsteinen und Ziegeln, so bleibt dem Entsorgungsunternehmen nichts weiter übrig, als die Gesamtmenge als Sondermüll zu entsorgen. Eine Kostenexplosion könnte die Folge sein.

Verallgemeinernd lässt sich feststellen, die Entsorgungskosten für unsortierte Abbruchmaterialien übersteigen in der Regel immer die Entsorgungskosten von sortierten Abbruchmaterialien. Nur bei Kleinstmengen kann es in Ausnahmefällen günstiger werden, einige wenige unbelastete Steine oder geringe Mengen Bauschutt mit als unsortierten Bauschutt entsorgen zu lassen.

Abbruch von tragenden Wänden: Tragende Wände sowie weitere tragende Bauwerksteile, wie zum Beispiel Stützpfeiler oder Säulen, sollten auf keinem Fall ohne vorausgehende Begutachtung durch einen Statiker oder Architekten abgebrochen werden. Die auf eine tragende Wand ruhende Last ist für einen unerfahrenen Heimwerker kaum abschätzbar. Diese Last des Bauwerkes muss während einer Baumaßnahme behelfsmäßig mit geeigneten Stützen und nach den Abbrucharbeiten dauerhaft durch geeignete Unterkonstruktionen abgefangen werden.

Asbest und asbesthaltige Materialien: Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden in vielen Bauwerken asbesthaltige Materialien verbaut, Außenwände mit Asbestzementplatten verkleidet und Dächer mit Wellabestplatten eingedeckt. Erst in späteren Jahren reifte bei den Medizinern die Erkenntnis, dass das einatmen Asbestfasern gesundheitsschädigende Wirkungen auslösen kann und das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken erhöht. Asbest kann in vielen einst verwendeten Baumaterialien enthalten sein, außer in Platten aus Asbestzement unter anderem in Dämm- und Dichtstoffen.

Beim Abbruch bzw. Rückbau von asbestverseuchten Bauwerksteilen oder von Dacheindeckungen und Wandverkleidungen aus Asbestzementplatten, ist aus den erwähnten gesundheitlichen Gefahren ein Schutzanzug zu tragen und eine Atemschutzmaske (Schutzstufe der Maske mindestens P2 bzw. FFP2) zu benutzen. Asbesthaltige Materialien werden beim Rückbau auf der Baustelle in dafür geeignete Folien (Foliensäcke oder Big Bags) verpackt, diese müssen im Vorfeld der Arbeiten von der zuständigen Deponie oder über den einschlägigen Handel bezogen werden. Schutzanzug und Schutzmaske dürfen nur einen Arbeitstag getragen werden und sind ebenfalls vorschriftsmäßig zu entsorgen.

Quelle: http://www.horstmueller-galabau.de/abbruch.htm

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http://www.muenster.de/stadt/umwelt/pdf/tipp_offene-kamine.pdf

Regel Nr. 2
Anderes, als naturbelassenes, trockenes Holz gehört nicht in den offenen Kamin!
Verpackungsmaterial, beschichtetes oder getränktes Holz ist ein Fall für den Abfall. Ebenso gehören Pressspanplatten nicht in den heimischen Ofen. Durch Verbrennen beschichteter Materialien oder Presshölzer können weitere, erheblich umweltbelastende Schadstoffe, wie z. B. Phenole oder Formaldehyd freigesetzt werden. Auch bei guten Zugverhältnissen verbleiben die Rauchgase zum Teil im Kamin oder verteilen sich gar im Raum. Selbst Papier ist als Brennstoff ungeeignet, da auch hierbei erhebliche Schadtstoffmengen freigesetzt werden. Schon beim Verbrennen von Zeitungspapier werden unter anderem Salzsäue, beim Verbrennen von Illustrierten Schwermetalle freigesetzt. Ganz abgesehen
davon ist Papier ein wichtiger Rohstoff, der zum Verbrennen viel zu schade ist.
Kommentar dazu: Hier geht es zwar um Empfehlungen, wie man mit offenen Kaminen umgehen sollte, aber die Schadstoffentstehung gilt natürlich genau so für geschlossene System wie Ofen und Schornstein/Kaminzug. In einem nomalen Ofen wurde immer schon alles verbrannt, was nur brennbar ist, denn es gab ja keinerlei Vorschriften, die dies verbieten würden.

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Sondermüll


Sondermüll: Aufgrund des Abfallwirtschaftsgesetzes von 1985 (in der gültigen Fassung) darf Sondermüll nicht in die Sammlung von Haus- und Sperrmüll einbezogen werden; zu seiner Entsorgung sind eigene Anlagen eingerichtet, die Deponie erfolgt auf besonderen genehmigten Plätzen. Zum Sondermüll zählen Öle und Lacke, mit Chemikalien behandeltes Holz (zum Beispiel Eisenbahnschwellen), Säuren, schwermetallhaltige Stoffe, Chemikalien, Batterien, Quecksilberthermometer, Pflanzenschutzmittel, Medikamente, Klärschlamm besonderer Zusammensetzung. Für Ostösterreich bestehen seit 1980 die Entsorgungsbetriebe Simmering; diese verbrannten 1994 80.000 t Sondermüll und 180.000 t Wiener Klärschlamm.

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Entsorgung

http://www.abbruchtechnik-unna.de/entsorgung.php

Wir kümmern uns um den Transport und die Entsorgung bzw. das Recycling folgender Materialien nach TRGS 521. Bei der Sanierung und Entsorgung von Künstlichen Mineralfasern (KMF) und Faserstäuben sind Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, um eine Faserfreisetzung und damit Gefahren für Mensch und Umwelt zu unterbinden. Wir entsorgen/verwerten die anfallenden Stoffe nur über zertifizierte Unternehmen.

Die Beförderungserlaubnis berechtigt uns alle nachfolgend aufgeführten Abfälle Abfallverzeichnis-Verordnung -AVV- zu sammeln und zu befördern.

Abfälle, die beim Aufsuchen, Ausbeuten und Gewinnen sowie bei der physikalischen und chemischen Behandlung von Bodenschätzen entstehen
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
01 01 03 99 Abfälle a.n.g.
02 01 04 09 Abfälle von Sand und Ton
Abfälle aus Landwirtschaft, Gartenbau, Teichwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei sowie der Herstellung und Verarbeitung von Nahrungsmitteln
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
03 02 01 01 Schlämme von Wasch- und Reinigungsvorgängen
04 02 01 04 Kunststoffabfälle (ohne Verpackungen)
05 02 01 07 Abfälle aus der Forstwirtschaft
06 02 01 10 Metallabfälle
Abfälle aus der Holzbearbeitung und der Herstellung von Platten, Möbeln, Zellstoffen, Papier und Pappe
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
07 03 01 04* Sägemehl, Späne, Abschnitte, Holz, Spanplatten und Furniere, die gefährliche Stoffe enthalten
08 03 01 05 Sägemehl, Späne, Abschnitte, Holz, Spanplatten und Furniere mit Ausnahme derjenigen die unter 03 01 04 fallen
09 03 01 99 Abfälle a.n.g.
10 03 03 99 Abfälle a.n.g.
Abfälle aus der Erdölraffination, Erdgasreinigung und Kohlepyrolyse
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
11 05 01 03* Bodenschlämme aus Tanks
12 05 06 03* andere Teere
Abfälle aus anorganisch-chemischen Prozessen
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
13 06 13 05* Ofen- und Kaminruß
Abfälle aus organisch-chemischen Prozessen
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
14 07 02 13 Kunststoffabfälle
Abfälle aus HZVA von Beschichtungen (Farben, Lacke, Email), Klebstoffen, Dichtmassen und Druckfarben
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
15 08 01 11* Farb- und Lackabfälle, die organische Lösemittel oder andere gefährliche Stoffe enthalten
Abfälle aus thermischen Prozessen
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
16 10 13 09* asbesthaltige Abfälle aus der Herstellung von Asbestzement
Abfälle aus Prozessen der mechanischen Formgebung sowie der physikalischen und mechanischen Oberflächenbearbeitung von Metallen und Kunststoffen
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
17 12 01 16* Strahlmittelabfälle, die gefährliche Stoffe enthalten
Ölabfälle und Abfälle aus flüssigen Brennstoffen (außer Speiseöle und Ölabfälle, die unter Ölabfälle und Abfälle aus flüssigen Brennstoffen (außer Speiseöle und Ölabfälle, die unter
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
18 13 07 01* Heizöl und Diesel
19 13 07 02 Benzin
Ölabfälle und Abfälle aus flüssigen Brennstoffen (außer Speiseöle und Ölabfälle, die unter 05 12 und 19 fallen)
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
20 16 01 03 Altreifen
21 16 01 04* Altfahrzeuge
22 16 02 09* Transformatoren und Kondensatoren, die PCB enthalten
23 16 02 11* gebrauchte Geräte, die teil- und vollhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe enthalten
24 16 02 12* gebrauchte Geräte, die freies Asbest enthalten
Bau- und Abbruchabfälle (einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten)
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
25 17 01 06* Gemische aus oder getrennte Fraktionen von Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten
26 17 02 02 Glas
27 17 02 04* Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind
28 17 03 02 Bitumengemische mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 03 01 fallen
29 17 03 03 Kohlenteer und teerhaltige Produkte
30 17 05 03* Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten
31 17 05 05* Baggergut, das gefährliche Stoffe enthält
32 17 05 07* Gleisschotter, der gefährliche Stoffe enthält
33 17 06 03* anderes Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält
34 17 09 04 gemischte Bau- und Abbruchabfälle mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 09 01, 17 09 02 und 17 09 03 fallen
Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen, öffentlichen Abwasserbehandlungsan-lagen sowie der Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch und Wasser für industrielle Zwecke
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
35 19 13 01* feste Abfälle aus der Sanierung von Böden, die gefährliche Stoffe enthalten
36 19 13 03 Schlämme aus der Sanierung von Böden, die gefährliche Stoffe enthalten
Nr. EWC-Abfall-Nr. Abfallbezeichnung
37 20 01 21* Leuchtstoffröhren und andere quecksilberhaltige Abfälle
38 20 01 33* Batterien und Akkumulatoren, die unter 16 06 01,16 06 02 oder 16 06 03 fallen, sowie gemischte Batterien und Akkumulatoren, die solche Batterien enthalten
39 20 02 01 biologisch abbaubare Abfälle
40 20 03 07 Sperrmüll
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